Safari-Blog

Safari Blog Kalahari

Fotosafari im Kgalagadi Transfrontier Park

Fotosafari im Kgalagadi Transfrontier Park

Eine ideale Möglichkeit für eine Fotosafari in Afrika ist der Kgalagadi Transfrontier Park in Südafrika und Botswana. Aufgrund der wenigen Vegetation ist es dem Safari Reisenden je nach Jahreszeit bis zu dreihundert Meter in die Landschaft zu schauen und die Tiere intensiv und über eine lange Dauer hinweg zu beobachten. Im Gegensatz zu anderen Nationalparks im südlichen Afrika, hat man hier die Möglichkeit ohne allzu viel störende Büsche oder Bäume die Fauna in Augenschein zu nehmen.

Eine Fotosafari im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark kann man entweder mit einem gemieteten Geländewagen, d.h. als Selbstfahrer planen und durchführen oder als privat geführte Tour mit einem Tourguide geniessen. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Variante finden Sie hier in unserem entsprechenden Artikel.

Fotosafari Afrika

Auf einer Fotosafari ist eine passende Fotoausrüstung von größter Bedeutung. Weit entfernt von Fachgeschäften ist man komplett auf die eigene passende Fotoausstattung angewiesen. Selbst in den Shops in den Hauptcamps des Nationalparks findet man kein Zubehör. Auf dem Campsites gibt es wie in den Bushcamps keinen Stromanschluss, so dass man auf einen eigenen Wechselrichter zum Aufladen der Batterien angewiesen ist. Des Weiteren ist auf ausreichend Speicherplatz zu achten, zumal wenn man Aufnahmen im RAW-Format realisiert. Gerade bei Foto-Aufnahmen mit großen Brennweiten ist ein "Beanbag" sehr hilfreich. Spätestens wenn man mehrere Stunden auf den besten Snapschuss eines Leoparden wartet, lernt man den Vorteil eines solchen Hilfsmittels schätzen.

Markiert in:
Weiterlesen
4708 Hits

Grootkolk - Wilderness Camp im Kgalagadi Transfrontier Park

Grootkolk - Wilderness Camp im Kgalagadi Transfrontier Park

Vögel in Grootkolk - Aus dem Tagebuch eines Fotografen im Kgalagadi Transfrontier Park

Das Bush Camp liegt im äußersten Norden im südafrikanischen Teil des KTP  (Kgalagadi Transfrontier Park) – das Wilderness Camp Grootkolk. Vier Unterkünfte mit einem Küchengebäude in der Mitte stehen inmitten der Kalahari Wüste mit freiem Blick auf das Wasserloch. Hier streifen Löwen, Hyänen und Leoparden schon mal direkt an den Hütten vorbei. Doch neben den Großen auf vier Pfoten gibt es auch viele kleine Unterhalter mit zwei Flügeln – Vögel.

Grootkolk Wilderness Camp - Kgalagadi Transfrontier Park

Vögel stehen selten ganz oben auf der Wunschliste der Besucher eines Nationalparks in Süden Afrikas doch sie sind unbedingt einen Blick wert. Da gibt es zum Einen die Nomaden in der Kalahari, die meist Samen fressen. Wenn Nahrung und Wasser vorhanden sind bleiben sie bis zu mehreren Monaten in einer Region bevor sie weiterziehen. Auf der anderen Seite sind die Vögel mit festem Revier. Dazu zählen die Raubvögel wie Adler oder Habicht. Star oder Bülbül  fressen neben Samen auch Insekten und Früchte und bleiben ebenfalls in einem festen Gebiet.  So lohnt es sich beim nächsten Game-Drive auch mal auf die Vögel zu achten, die mit ihren beige-braun-grau-schwarzem Gefieder perfekt an die trockene Umgebung angepasst sind.

Wer Vögel direkt von seiner Unterkunft beobachten möchte, kann dies aktuell sehr gut im Wilderness Camp Grootkolk erleben. Das Camp liegt in dem Teil des Parks, der von Südafrika (SANparks) verwaltet wird. Ganz im Norden gelegen sind es nur 20 km bis nach Unions End. Die Unterkünfte sind jeweils für zwei Personen ausgelegt und nur der Braii-Bereich ist umzäunt. Zu jeder Hütte gehört Dusche und WC. Obwohl es ein zentrales Küchengebäude gibt, ist vor jeder Hütte im Freien eine Kochgelegenheit mit Spüle vorhanden. Der Kühlschrank mit Gefrierfach wird mit Gas betrieben und der Strom kommt von einem zentralen Solarpanel.

Und die Aussicht in die Natur ist atemberaubend. Der Blick schweift über das Wasserloch ans Ende des Tals zu den Dünen. Und für die kleinen Vögel gibt es an der Hütte einfache Tränken.

b2ap3_thumbnail_grootkolk_1.jpg

Diese Tränken sind eher ‚privat von den Gästen‘ und ermöglichen tolle Vogelbeobachtungen hautnah. Immer wiederkehrende Besucher sind die Webervögel (Sociable Weaver), die Ihre Nester in den Bäumen in ca. 50 m Entfernung haben.

Über den Tag finden sich auch andere Besucher ein wie beispielsweise dieser Fink (scaly-feathered finch).

b2ap3_thumbnail_scaly_feathered_finch_left.jpg

Weiterlesen
4670 Hits

Puffotter in der Kalahari

Puffotter in der Kalahari

Die Puffotter gehört zu den giftigsten Schlangen in Afrika und ist auch in der Kalahari Wüste weit verbreitet. Die Puffotter (lat. Bitis arietans) ist eine Giftschlange aus der Familie der Vipern, die ihren Namen von den typischen Drohgebärden und -geräuschen, die die Tiere bei einer Bedrohung produzieren, hat. Dabei blähen sich die Schlangen auf und entlassen danach die Luft in lauten Zisch- und Knallgeräuschen (engl. puffs).
Die Schlange hat einen sehr gedrungenen, kräftigen Körper mit einem breiten, deutlich vom Hals abgesetzten, kurzen und flachen Kopf. Ihre Färbung kann variieren, wobei sich über den gesamten Körper bräunliche Querbinden auf einem grauen Untergrund entlang zeigen.

Jagdverhalten

Puffottern sind meistens dämmerungs- und nachtaktiv. Am Tage liegen sie zumeist ruhig zusammengerollt im hohen Gras oder versteckt und geschützt unter Steinen. In der Körperform und im Verhalten wirken sie plump und träge. Größere Beutetiere verfolgt sie nicht, auch der Mensch ist nur dann gefährdet, wenn er in unmittelbarer Nähe der Schlange mit seinen Schritten eine Gefahr auslöst und sie sich dadurch bedroht fühlt. Von sich aus ist die Puffotter keine angriffslustige Schlange.
Die bis zu 1,80 m lang werdende Puffotter hat einen gedrungenen Körperbau. Ihr kurzer, flacher Kopf setzt sich breit vom Hals ab.

Gift der Puffotter

Der Puffotter wird in ganz Afrika mit Respekt begegnet, ihre Giftmenge reicht aus um vier Menschen zu töten. Das Gift führt bei Menschen ohne Behandlung innerhalb von 72 Stunden zum Tode.
In der Jagdweise ist sie ein Jäger der ausschließlich seine Beute auflauert und dann blitzschnell zubeißt, wenn die Beutetiere in sicherer Zugriffsnähe sind. Sie ernähren sich überwiegend von kleinen Säugetieren, aber auch Vögel, Reptilien und sogar große Insekten werden gefressen.

Feinde der Puffotter

Auch wenn die Puffotter durch ihr Gift ein gefährlicher Jäger ist, hat sie auch Feinde denen sie selbst zum Opfer fallen kann. Nicht nur Greifvögel, auch Säugetiere, wie die Zebramanguste und Hyänen können ihr selbst sehr gefährlich werden.

Das im Foto gezeigte Tier konnten wir an einem kühlen Morgen auf einer Safarifahrt im Kgalagadi Nationalpark beim Überqueren der Sandpiste beobachten. Innerhalb von ca. 45 Sekunden hatte sie die etwa fünf Meter breite Pad überquert und war danach im sicheren Gebüsch nicht mehr zu sehen.

Bei einer anderen Tour in der Kalahari Wüste konnten wir nachts diese Szenerie beobachten, als eine African Wildcat eine Puffotter attakierte.

Puffotter and African Wildcat

 

Weiterlesen
4249 Hits

Der Zug der Springböcke mit einem gefährlichen Ende

Der Zug der Springböcke mit einem gefährlichen Ende

Die Kalahari – ein Name für eine weite Landschaft mit wilden Tieren im Süden des afrikanischen Kontinents.

Im KTP (Kgalagadi Transfrontier Park) können wir einen Teil dieser atemberaubenden Tier- und Pflanzenwelt hautnah mit erleben. Auch wenn der südafrikanische Teil des Parks mit Unterkünften und ‚Wegen‘ (Pads) erschlossen ist, gibt es nur wenige Besucher und wenige Autos.
So ist auch das folgende Erlebnis fast exklusiv für uns.

„Der Zug der Springböcke mit einem gefährlichen Ende“

Es ist kurz nach der Mittagszeit und der Himmel ist Anfang Dezember bewölkt. Wir fahren im südlichen Teil des Nossob-Tals als wir rechts auf den Dünen Springböcke entdecken. Ohne direktes Sonnenlicht sind sie fast nicht von der Landschaft zu unterscheiden. Und sie sind unterwegs. Es erscheinen immer mehr Tiere in den Dünen. Schritt für Schritt bilden sie einen langen Zug. Wir sind fasziniert. Versuchen den Anblick mit Kamera und Video einzufangen.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_1.jpg

Da erreichen die ersten Tiere bereits die rechte Seite der Pad. Sie zögern keine Sekunde. Gruppe für Gruppe, Tier für Tier wechselt von rechts nach links. Und dies direkt neben einer riesigen Kolonie von Webervögeln.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_2.jpg

Über Kilometer begleiten wir den Zug der Springböcke. Mal zieht der Tross sich in die Länge, mal müssen die Letzten sich spurten um Anschluss zu halten, mal fangen Tiere einfach an zu grasen. Wir folgen ihnen und haben das Gefühl ein Teil des Zugs zu werden. Hier mal ein unglaublicher Blick von hinten.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_3.jpg

Wir können beobachten wie die Herde reagiert, wenn die Tiere auf einen Revierhalter treffen. Groß und Klein sind eng beieinander.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_4.jpg

Wir können uns nicht sattsehen an den wechselnden Situationen. Hier ist die Herde eng zusammen.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_5.jpg

Es geht so friedlich zu. Und das Grunzen der Tiere ist ein ständiger Begleiter.

Auge und Ohr, Bilder, Gerüche und Geräusche versetzen uns in eine friedliche fast meditative Stimmung. Wir sind komplett relaxed. Es ist das Sein im Hier und Jetzt ohne Gedanken …  als unerwartet vor unserem Auto ein LÖWE auftaucht.

Es ist 15:45 Uhr im KTP und dieser Löwe liegt nicht etwa schlafend auf der Pad oder im Schatten eines Baumes. Schaut selbst …

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_6.jpg

Er spurtet heran. Die Mähne weht. Der Anfang des Springbock-Zugs schaut im Hintergrund ungläubig zu. Der Löwe spurtet direkt auf die Mitte der Herde zu.

Hier eine Nahaufnahme.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_7.jpg

 

Es geht unter dem großen Baum direkt auf die andere Talseite zu. Die Springböcke spurten auseinander. Der Löwe rennt hinterher. Jetzt ist er quer zur Düne.

Er bleibt erfolglos. Wir denken in dem Moment zum Glück.

Einsam und hungrig trappt der Löwe den Rest der Düne hinauf, ruht sich kurz aus und zieht dann weiter.

b2ap3_thumbnail_loewe_jagd_8.jpg

Unsere Situation im Auto lässt sich gar nicht beschreiben. Das Blut pocht in unseren Adern und jeder der bereits in der Wildnis war und ähnlich viel Glück hatte, kennt das Gefühl – es ist pures Glück und Zufriedenheit.

Wir brauchen einige Zeit um das Gesehene zu verarbeiten. In einem Buch über den KTP lesen wir, dass hier jede zehnte Jagd von Löwen auf Springböcke erfolgreich ist.

Die Herde ist weitergezogen. Wir finden sie wenig später am Wasserloch ‚Rooiputs‘ wieder.

 

Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) - Reisebericht

 

Weiterlesen
4244 Hits

Video: Tiere in der Kalahari Wüste

Einige der besonderen Tiere in der Kalahari Wüste zeigen wir in unserem aktuellen Video. Neben zwei Löwendamen konnten mehrere Sekretärsvögel, zwei braune Hyänen und auch Kuhantilopen sowie Gnus und Springböke während dieser Tour gesichtet werden. Die Aufnahmen entstanden im März 2015 im Nossob Tal.

Markiert in:
Weiterlesen
3751 Hits

Abenteuer in der Kalahari Wüste

Abenteuer in der Kalahari Wüste

Ein ganz besonderes Duscherlebnis in der Kalahari Wüste

Während einer Kalahari-Tour über Weihnachten und Neujahr 2015 konnten wir uns während des 2 tägigen Aufenthalts im Mabuasehube Gebiet wahrlich nicht über mangelnden Besuch und aussergewöhnliche Wildtiersichtungen beklagen.

Unsere Gäste aus dem Bodensee Raum haben nun schon das vierte Mal über die Festtage eine Abenteuerreise in die Kalahari Wüste bei uns gebucht und dürfen somit mit Fug und Recht von sich behaupten bereits erfahrene Kalahari-Abenteurer zu sein.

Als wir an unserem Übernachtungsplatz ankamen, war es noch „ruhig und friedlich“ so dass wir ungestört unser Camp errichten konnten. Da ich aber diesen Platz als beliebten „Löwen-Ruheplatz“ von meinen früheren Besuchen her bereits kannte, bereiteten wir noch vor Sonnenuntergang unser Nachtessen zu, welches wir dann auch noch ungestört geniessen konnten.

Anschliessend unternahmen wir noch eine kurze Safarifahrt bis zum Sonnenuntergang und kehrten dann zurück in unser Camp.

Doch jetzt war der Platz von 3 Löwenmännchen bereits besetzt, die rund um unser Camp unter den Büschen lagen und die Umgebung beobachteten. Wie üblich hier in Botswana gibt es natürlich keinen Zaun um das Camp, so dass mit Besuch von Wildtieren jederzeit gerechnet werden muss...

Wir beobachteten die drei Löwenbrüder vom sicheren Fahrzeug heraus, bis sich diese plötzlich erhoben und zur nahe gelegenen Salzpfanne bewegten.

Dies gab uns die Gelegenheit noch vor dem Schlafengehen ein Glas Rotwein zu trinken. Als wir uns dann in unsere Zelte zur „Nachtruhe“ begehen wollten, entdeckten wir im Schein der Taschenlampen, dass wir Besuch an der nur ca. 50 Meter entfernten Dusche hatten. Und was für ein Besuch! Wow.

Weiterlesen
3674 Hits

Berührendes Erlebnis mit einer Leopardin

Berührendes Erlebnis mit einer Leopardin

Während meiner letzten Tour (mit zwei Gästen aus den Niederlanden) in die Kalahari Wüste, schlugen wir unser Camp für drei Nächte im Mabuasehube Game Reserve auf.

Bereits am zweiten Tag hatten wir das Privileg während unserer morgentlichen Safari bei einer nahe gelegenen Salzpfanne ein Löwenpaar auf „Hochzeitsreise“ beobachten zu dürfen. Wir waren sehr beeindruckt, auch weil die beiden von uns aus geringer Entfernung beobachtet werden konnten. Am späteren Nachmittag unternahmen wir nochmals eine Safarifahrt, diesmal in einer anderen Richtung zu einer weiteren Salzpfanne und begegneten nochmals zwei männlichen Löwen. Wir konnten unser Glück kaum fassen! Gleich zweimal an einem Tag Löwen zu Gesicht zu bekommen.

Safari in der Kalahari Wüste - Mabuasehube Game Reserve

Sehr zufrieden mit dem heutigen Safari-Tag kehrten wir zurück in unser Camp und genossen pünktlich unser Abendessen, um nicht zu spät ins Bett zu kommen. Schließlich wollten wir am folgenden Tag frisch ausgeruht sein.

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht was uns alles noch erwarten würde in den nun folgenden zwei Tagen hier in unserem Camp.

b2ap3_thumbnail_Zeltlager.jpg

Nun diese zweite Nacht steigerte sich, denn gegen 3:00 Uhr morgens weckte uns ein richtig lauter Lärm. Durch das Moskitonetz der Zeltwand hindurch sah ich, nur ca. 20 Meter entfernt, zwei sich paarende Leoparden. Das geht ziemlich laut und auch sehr grob miteinander vonstatten. Fasziniert beobachte ich die beiden im Mondlicht, die sich von unserer Anwesenheit überhaupt nicht stören liessen.

Am Morgen als wir aufstanden um den neuen Tag zu begrüssen, waren rund um unser Camp die Spuren dieses nächtlichen „Treibens“ überall im Sand zu sehen. Die beiden Gäste aus den Niederlanden waren „aus dem Häuschen“ wegen dieser nächtlichen Aktivität.

Der dritte und letzte Tag brachte keine weiteren Katzensichtungen, dafür jedoch verschiedene schöne Antilopen und Vogelbeobachtungen.

So weit so gut. Doch der letzte Abend im Mabuasehube Game Reserve hielt noch das „ULTIMATIVE HAMMER – ERLEBNIS“ für uns bereit!

Nach einem leckeren Nachtessen, saßen wir noch zusammen und unterhielten uns über den vergangenen Tag. Im Gespräch am Lagerfeuer fragten mich meine beiden Gäste ob es hier in der Kalahari eigentlich auch Ameisenbären gibt. Sicher antwortete ich aber die sind Nachtaktiv und Tagsüber kaum zu sehen. Wie sieht den so ein Ameisenbär den aus, und wie groß ist dieser? Um diese Frage beantworten zu können lief ich die ca. fünf Meter vom Tisch zum Auto um dort das Buch über alle im südlichen Afrika vorkommenden Säugetiere, das ich immer mit auf unseren Touren dabei habe, zu holen. Ich gehe also zum Auto, und will die Türe aufmachen um das Buch zu holen.
Doch was ist das? Als ich an der Türe stand, merkte ich das mich irgendetwas „zart und fein“ über mein Schienbein wischte. Erstaunt über die Berührung machte ich zwei Schritte zurück und schaue runter auf den Boden.

DA TIFFT MICH DOCH FAST DER SCHLAG!

Denn ich schaue direkt ins Gesicht eines Leoparden, der unter meinem Auto lag und mir auf diese Art mit einem leichten Klaps ans Schienbein kundzutun: „Hei Mann, pass auf wo du hin tritts, ich bin auch noch da!“

Ich erkannte sofort das dies noch ein jüngeres und etwas unerfahreneres Weibchen war, die zum Glück für mich nicht so recht wusste wie sie mit dieser Situation umgehen soll. Und zu meinem großen Glück war das Tier einfach „nur“ neugierig und nicht aggressiv! Denn dann hätte die Situation sehr böse - vor allem für mich - enden können!

Während ich mich langsam weiter vom Auto zurückzog, sagte ich ruhig meinen Gästen: "Hier unterm Auto ist ein Leopard."

Ja, ja meinten die beiden, ist schon gut! Denn sie dachten ich mache einen Witz. Erst als ich dies wiederholt sagte und unters Auto leuchtete sahen auch die beiden das der Leopard real war. Den beiden fuhr der Schreck gehörig in die Glieder.

Leopard im Safari-Camp

Was sollen wir nun machen, war die Frage? Zieht Euch zurück in Euer Zelt, aber langsam! Nicht rennen! Die beiden zogen sich also umgehend in Ihr Zelt zurück, während ich draußen wartete was als nächstes passieren würde. Ich konnte weder in unser Safarifahrzeug hinein, noch konnte ich mich in mein Zelt zurückziehen, denn beide Wege waren versperrt von der Leopardendame.
 
Als diese nun unterm Auto hervorkam und sich auf die andere Seite zurückzog, war das die Chance für mich um in das Auto hineinzukommen. Neugierig lief der Leopard nun die ganze Zeit in unserem Camp herum. Einmal auch ganz nah ans Zelt, wo sich die beiden Gäste befanden. Danach auch unter unserem Tisch. Während der ganzen Zeit saß ich im Auto und beobachtete völlig fasziniert diese einmalig wunderschöne Großkatze, und vergaß wegen dieser Erhabenheit sogar ein Photo zu machen. Leider. Denn ich war einfach nur hin und weg, von der Eleganz, der Ruhe und Kraft die dieses einmalig schöne Tier bei jeder Bewegung ausstrahlte.
Dann plötzlich bewegte sie sich wieder zu unserem Tisch, wo sich am Boden noch das „Beauty Case“ der Gäste befand. Der Leopard schnüffelte kurz daran, packte das Ding und lief damit zurück in den Busch.

Das war's dann wohl, dachte ich nach einer Viertelstunde, und fuhr danach - wie  immer direkt vor mein Zelt. Der Schlüssel bleibt im Schloss stecken. Im Notfall, wenn z.B. Löwen ins Camp kommen, kann ich sofort aus dem Zelt heraus und ins Auto, um die Tiere bei Bedarf wegzuscheuchen.
 
Nach dieser aufregenden Begegnung legte ich mich ebenfalls aufs Ohr und schlief tief und fest wie ein „Murmeltier“, bis es kurz vor 5:00 Uhr begann leicht zu regnen. Davon wurde ich wach, und da es aber sehr schnell wieder aufhörte, dachte ich wunderbar, schlaf ich noch eine Runde weiter. Doch drückte mich die Blase, so dass ich kurz aufstehen wollte um raus zu gehen um die Notdurft zu verrichten.
 
Als ich meine Stirnlampe anschaltete traf mich doch erneut fast der Schlag!

Kaum zwei Meter von mir entfernt schaute ich erneut ins Gesicht der Leopardin, die wer weiß wie lange schon, unter meinem Auto lag und mich ganz unschuldig anschaute.

Doch das starke Licht der Stirnlampe irritierte sie dann doch zu sehr, und die Leopardin zog sich zurück in den Busch, was mir die Gelegenheit gab, aus dem Zelt raus zum Pinkeln gehen zu können.

Was war das für eine verrückte und ereignisreiche Nacht!
Am morgen dann bei Tageslicht fanden wir dann auch noch die Überreste des „Beauty Case“ wieder. Was interessierte den Leoparden so an unserem Beauty Case das er diesen mit in den Busch raus nahm, war dann die Frage meiner Gäste.
Wahrscheinlich schaute die Leopardin nur nach ob in der Waschtasche vielleicht ein schönes Parfüm, wie „Chanel No. 5“ drin zu finden wäre. Sie wollte wohl „hübsch und anziehend“ sein, wenn der Leopardenmann erneut vorbei kam, war meine Antwort auf die Frage! Amüsierte Gesichter und lautes Gelächter war die Folge.

Auf jeden Fall war dies die „verrückteste“ Nacht, die ich je in der Kalahari Wüste erleben durfte. Diese Nacht hat sich in meine Erinnerung „gebrannt“ und werde diese nie vergessen! Denn sowas geschieht nicht jeden Tag und es ist ein einmaliges Privileg so etwas erleben zu dürfen!

Deshalb kann ich mir vorstellen, das der eine oder andere, der dies liest denkt das dies bloß eine Phantasiegeschichte sei, und keine erlebte Tatsache.
Wenn dem so sein sollte, kontaktieren Sie mich ganz unverbindlich. Gerne schicke ich Ihnen dann die Kontaktadresse der beiden Gäste aus den Niederlanden, die Sie dann gerne kontaktieren können, um sich von den beiden diesen Reisebericht bestätigen zu lassen.

Weiterlesen
3656 Hits

Nächtliche Leoparden Sichtung

Eine meiner letzten Touren führte uns unter anderem ins Gebiet des “Mabuasehube Game Reserve” wo wir an der gleichnamigen Salzpfanne unser Camp für zwei ereignisreiche Nächte aufschlugen. Wie auf der Botswanischen Seite des Parks üblich gibt es dort fast keine Infrastruktur und natürlich auch keinen Zaun um das Camp. Das ist auch richtig. Denn das ist ja genau das was unsere Gäste suchen und bevorzugen. Eins zu sein mit der Natur!

Nun schon am ersten Abend als wir nach dem Nachtessen nochmals frisches Holz ins Feuer legten, um noch gemütlich ein Glas Rotwein am wärmenden Lagerfeuer zu genießen, hörten wir plötzlich ein merkwürdig, selten zu hörendes Geräusch in der Umgebung. Es war kein Brüllen wie von einem Löwen sondern eher ein tiefes “Knurren”. Und obwohl meine Gäste nun schon das vierte Mal mit mir unterwegs waren, konnten Sie dieses laute “Knurren” nicht identifizieren, und sahen mich fragend an. Obwohl auch ich dieses Geräusch hier draußen in der Wildnis noch nicht oft gehört hatte, wusste ich sofort das dies ein Leopard sein musste. Leoparden sind Einzelgänger und sehr scheue und leise Jäger, die in der Regel nicht gehört werden. Doch dieser, wir hörten es deutlich mal näher mal weiter entfernt, musste ein männliches Tier auf der Suche nach einer Partnerin sein, der hier in der Gegend umher strich. Wir lauschten fasziniert diesem selten zu hörendem Geräusch zu.

Als ich dann am Morgen bei Sonnenaufgang in unserem Camp umherlief entdeckte ich sehr schnell die Spuren des nächtlichen Besuchers. Es war der Abends zuvor gehörte Leopard der in der Nacht auch unser Camp inspizierte und sehr nah an unseren Zelten auf “leisen Tatzen” sich bewegte.

Am zweiten Abend wiederum nach dem Abendessen entfachte ich ein erneutes Feuer um den herrlichen Sternenhimmel am Lagerfeuer zu beobachten. Doch sind wir ein paar Meter vom Feuer weg gesessen, um die Sterne noch besser im Dunkel sehen zu können. Und wieder hörten wir den Leoparden der nach wie vor in der Gegend auf “Brautschau” war. Wie Abends zuvor lauschten wir fasziniert während wir gleichzeitig die Sterne beobachteten.

Plötzlich, es war mehr eine “Ahnung” den ein Geräusch, hatte ich das Gefühl nicht mehr “Alleine” zu sein. Ich drehte mich im Stuhl auf dem ich saß um, und machte meine starke Stirnlampe an, und uns “traf fast der Schlag” denn nur ca. 15 Meter von uns entfernt saß ein beeindruckend großes Leoparden Männchen und beobachtete uns.

Als das Licht von meiner Stirnlampe anging, lief er langsam und nicht im mindesten beeindruckt an uns vorbei. Einer der Gäste wollte sofort ein Bild von dieser wunderschönen Katze machen, was ich im sofort verbieten musste. Denn die Situation war zu gefährlich. Wir standen etliche Meter von unserem sicheren Fahrzeug entfernt, und hätten keine Zeit gehabt uns ins sichere Auto zurückzuziehen.

Und natürlich wollte ich nicht das dieser Leopard durch den Blitz der Kamera gereizt wurde. Hinzu kam noch das ich die Reaktion der allermeisten Gäste kenne. Sie schätzen die Situation völlig falsch ein, und vergessen jede Vorsicht, und wollen einfach nur ein Photo machen.

Leopard im Mabuasehube Game Reserve

Das ganze passierte in höchstens 10 Sekunden, bis der Leopard an uns vorbei war. Also kaum Zeit die Kamera einzuschalten und scharf zu stellen. Und ich bin mir sicher, der Photograph wäre da der Leopard sich von uns fort bewegte, noch ein paar Schritte auf diesen zugegangen. Dies hätte “sehr böse” enden können. Denn ein ausgewachsener Leopard der sich in die “Enge gedrängt” fühlt, kann angreifen, und einen Menschen ohne weiteres auch töten!

Deshalb musste ich energisch, “wenn auch unter heftigem Protest”, dem Gast verbieten auch nur daran zu denken seine Kamera zu zücken, und sich stattdessen nicht zu bewegen. Ich musste mir danach noch etliche Tage den “Vorwurf” gefallen lassen, das es so “schade war” kein Bild von dem Leoparden gemacht haben zu dürfen.

Dafür aber sind wir “gesund und munter” und mit vielen neuen Eindrücken zurückgekommen, was mir als verantwortlicher Guide immer am Wichtigsten ist.

Wie auch immer, auch die beiden Gäste waren von dieser außergewöhnlichen Situation im nachhinein tief beeindruckt und begeistert, natürlich auch ohne Photo!

Wir sahen zwar im weiterem Verlauf der Tour keinen Leoparden mehr, dafür viele andere Tiere, unter anderem auch Löwen, von denen dann natürlich viele Bilder gemacht werden konnten.  

Weiterlesen
3313 Hits

Außergewöhnliches Namibia - Reise in den Khaudum Nationalpark

Außergewöhnliches Namibia - Reise in den Khaudum Nationalpark

Eine unserer - individuell für unsere Gäste zusammengestellte - Touren führte uns vor Kurzem abseits der ausgetretenen Besucherpfadedurch den gesamten Norden von Namibia. Die Tour war auch deshalb außergewöhnlich, weil die Gäste genug Zeit mitgebracht hatten um solch eine Tour in diesen faszinierenden Teil Namibias unternehmen zu können.

Anstatt in drei Wochen durch das gesamte südliche Afrika zu hetzen (gern unterschätzt man die Entfernungen im Land), konzentrierten sich diese Gäste idealerweise auf nur ein Gebiet, dafür aber richtig intensiv.

Rundtour im nördlichen Namibia

Die Tour startete und endete in Windhoek. Nach Ankunft in Windhoek übernachteten wir erst in der schönen Ondekaremba Gästefarm um sich von der langen Anreise zu erholen und einzurichten.

Tags darauf fuhren wir zum Waterberg National Park. Die nächste Destination war die „Dornhügel Gästefarm“, die uns sehr gut gefallen hat. Am folgenden Tag war dann aber wunschgemäß Schluss mit der Zivilisation. Es ging via Tsumkwe gen Norden in den Khaudum National Park, wo wir zuerst im südlichen Camp Sikaretti unsere Zelte für zwei Nächte aufschlugen.

Weiterlesen
3196 Hits

Die Löwen der Kalahari

TV-Tipp: 12. Juni 2015 | eins festival | 15:15 - 16:00 Uhr | Tierdoku


Tierdoku über die Löwen in der Kalahari Wüste

Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Einst war sie Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20.000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari stark verändert.



Tierdoku: D 2102
Markiert in:
Weiterlesen
3113 Hits

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Blog Top Liste - by TopBlogs.de

Reisen