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Pure Afrika Safari: Ein Tag in der Kalahari Wüste

Soeben komme ich von einer außergewöhnlichen und abwechslungsreichen Reise in die Kalahari Wüste zurück.

Unsere Tour Nr. 9 “Geheimnisvolle Kalahari Wüste” fand Anfang August 2013 statt, also mitten in der "Winterzeit" in Südafrika und Botswana. Die auf Wunsch der Gäste ein wenig abgeänderte und verlängerte Reise schloss einen meiner “Geheimplätze” mit ein. Anstatt nun wie üblich einen täglichen Kurzbericht aller Tage zu verfassen, will ich heute einen einzelnen Tag herausheben und im Detail beschreiben.

Dies alles in der Hoffnung Ihnen als Leser dieses Reiseberichtes einen möglichst tiefen Einblick in den Tagesablauf einer Safari in die Kalahari Wüste zu geben und vielleicht packt auch Sie bald das Afrika Fieber. Es ist dieses unbeschreibliche Gefühl von Freiheit und Abenteuer in Afrika auf einer Safari, welches man selbst einmal im Leben gespürt haben sollte.

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Offroad-Fahrzeug bereit zur Abfahrt

Generell haben wir während der Tour sehr viele außergewöhnliche Tierbeobachtungen machen können. Nebst den “normalen” Sichtungen auf unserer Fotosafari, bekamen wir auch die scheuen Eland- und Kudu-Antilopen zu sehen.

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Eland-Antilope im Sprung
 

Die in der Kalahari Wüste selten zu sehenden Warzenschweine waren zu sehen, ebenso wie einige herrliche Löwensichtungen und dazu das Glück gleich zweimal eine gefleckte Katze, nämlich Geparden zu Gesicht zu bekommen.

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Nicht zu vergessen die Sichtung eines Honigdaches und der Braunen Hyäne die sehr selten und entsprechend außergewöhnlich waren.

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Ein Tag in der Kalahari Wüste: Abenteuer Kalahari!

Mit Wehmut haben wir unser Camp am Rande der “Swartpan” Salzpfanne abgebrochen, natürlich mit der Hoffnung am nächsten Ort ein ebenso herrlich gelegenes Plätzchen für unser Camp vorzufinden.

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Wir sind also zurück bis nach “Kaa” in Botswana gefahren, um immer wieder einen Photostop einzulegen. Diese grandiose Landschaft verlangt einfach danach auf Bildern verewigt zu werden. Unterwegs konnten wir auch possierliche Erdmännchen beobachten und in unser Herz einschließen. Auch konnten wir auf unserer Fotosafari in der Kalahari Wüste wunderbare Aufnahmen von verschiedenen Raubvögeln machen.

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Steenbok

In “Kaa” angekommen, genossen wir zuerst eine Dusche. Doch wegen des kalten Wassers ist uns das Singen unter der Dusche dann doch eher im Halse stecken geblieben. Egal, Hauptsache erfrischend! Danach ging es weiter zu einem meiner “Geheimplätze”.

Am späteren Nachmittag sind wir angekommen und nur ein lautes Ahhhh der Gäste war zu vernehmen, denn der Platz ist völlig isoliert und abgeschieden. Nachdem wir dann unser Camp aufgestellt hatten, genossen wir (NOCH) die absolute Ruhe und Einsamkeit der Umgebung bei einem Glas südafrikanischen Rotwein aus der Region um den Orange River.

Doch während ich unser Nachtessen vorbereitete und ein Lagerfeuer anmachte, begann plötzlich wie aus dem nichts, ein Löwe in der Nähe zu brüllen.

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Lagerfeuerromantik in der Kalahari Wüste

Trotz angestrengter Suche mit dem Fernglas konnten wir den Löwen einfach nicht entdecken. Er war da, dies konnten wir deutlich und unmissverständlich hören. Doch zeigen wollte er / sie sich einfach nicht. Nun der Löwe war insofern so freundlich, dass er uns in Ruhe unser Nachtessen schmecken lies. Heute gab es besonders leckeres Oryx-Steak mit Steinpilz Rissotto.

Wir ließen uns vom immer wieder zu hörenden Gebrüll des “Krachmachers” nicht abhalten, und machten noch Witze darüber wie “Ruhe da drüben, such‘ dir gefälligst dein eigenes Oryx, dies teilen wir nicht!”.

Nach dem Essen habe ich den Gästen dann wie jeden Abend zuerst glühende Holzkohle unter deren Sitz gelegt, was wie jedes Mal sehr willkommen war. Es gibt dadurch einen schön warmen Rücken. Unterdessen bereitete ich Wasser für die geliebte “altmodische” Bettflasche vor, um diese dann schon mal in den Schlafsack zu legen.

Doch bevor wir die Annehmlichkeit einer heißen Bettflasche im Schlafsack genießen konnten, ging heute die “Post erst richtig ab”!

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Erst brüllte der Löwe vom selben Standort wie in den vergangenen zwei Stunden ca. 300 - 400 Meter entfernt. Doch was ist das? Jetzt bekommt das Gebrüll Antwort! Erst von der rechten Seite und dann auch noch gleichzeitig von links her. Also hat der erste Löwe auf sein rufen hin “Verstärkung” erhalten, und es waren plötzlich drei Löwen ganz in unserer Nähe.

Mit dem Spotlicht habe ich immer wieder unsere nähere Umgebung abgeleuchtet. Einer der Löwen kam immer näher an das Camp, wie wir an dem immer lauteren Gebrüll von der rechten Seite deutlich vernehmen konnten. Und tatsächlich! Plötzlich wie aus dem NICHTS konnten wir eine Löwin kaum 100 Meter von uns entfernt zwischen zwei Bäumen stehen sehen. Wow!

Die Augen wie zwei gelb glühende Kohlestücke stand sie da und beobachtete uns ganz genau. Denn es war Ihr deutlich anzusehen dass die Löwin sehr überrascht war, wer bzw. was da plötzlich in ihrem angestammten Territorium zu sehen war. Denn wie gesagt, dieser Platz ist völlig unbekannt und entsprechend nur von wirklich sehr, sehr wenigen Menschen besucht. Scheu, doch trotzdem neugierig kamen die Löwen um sich diese “komisch” auf zwei Beinen aufrecht bewegenden “Lebewesen” zu begutachten. Ich weiß nicht wer mehr Respekt vor dem anderen hatte. Wir von den herrlichen Raubkatzen oder diese vor uns?

Wir haben auf jeden Fall beschlossen uns ins sichere Auto zu setzten, bis die “Musterung” unsererseits abgeschlossen wurde und sich die eigentliches Besitzer des Platzes zurückzogen. Erst danach ging es für diesen ereignisreichen Tag in der Kalahari Wüste dann doch noch in unseren wohlverdienten Schlafsack.

Sind es nicht diese Eindrücke die sich unvergesslich in die Erinnerung an die Kalahari Wüste in das Gedächtnis “einbrennen”!   

Afrika Safari

in der

Kalahari Wüste

Auf Safari: Das leibliche Wohl
Die Kalahari im TV - Oktober 2013

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