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Die Geier machen Mittagspause

Aus dem Safari-Tagebuch im

Kalahari Gemsbok Park

 

Wir befinden uns im Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) - dem früheren Kalahari Gemsbok Nationalpark - genauer im südafrikanischen Teil des Parks und fahren entlang des Nossob-Tals immer nach Norden. Am Morgen hatten wir bereits ein Rudel Tüpfelhyänen beim Wasserloch Rooiputs in der Ferne gesehen, es waren mindestens acht Tiere.

Auf dem Weg ist die Landschaft, die Wildnis längst zu einem Teil von uns geworden. Der Rest der Welt ist weit weg.
Hier zählt nur der Moment, die Vorfreude auf die nächste Sichtung. Die Dankbarkeit an das Leben hier im KTP dabei sein zu können.
Es ist bereits Mittagszeit und die Sonne hat die Temperaturen bereits ansteigen lassen.

Wer wünscht sich da nicht ein Bad. Der Brown Snake-Eagle macht es richtig. Er stellt die Füße ins Wasser. Das Wasserloch ‚Cubit Quap', nördlich von Nossob wird zum Freibad für den Adler.

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Wir fahren weiter und sind offen für unsere Wünsche auf der Liste der Tiersichtungen und für alles was da kommen würde. Doch auf das Folgende waren wir nicht vorbereitet.
"Die Geier machen Mittagspause"

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Da stehen sie am Wasserloch ‚Kwang' - Geier und noch mehr Geier. Sie sind am Wasser und sie stehen unterm Baum …

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Was machen die Geier hier und so viele …

So sehr wir unser Fernglas bemühen, es gibt keine Beute weit und breit zu sehen. Und da kommen immer mehr angeflogen.

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Zurück zum Wasser. Wollen wir doch mal schauen ob man nicht den einen oder anderen identifizieren könnte. Die Sonne steht zwar nicht so günstig und die Luft flimmert vor Hitze.

Also da haben wir zwei tolle Exemplare eines Lapped-faced Vulture. Sieht ein bisschen aus wie ein Truthahn.

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Und das sind White-backed Vulture oder doch Cape Vulture? Übrigens, die weiß umrandeten Flecken auf der Brust sind ohne Federn und dienen dem Aufspüren von Thermik und Windbewegungen. Macht auch Sinn. Und die Zwei schauen sich so verliebt an.

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Hey und der Kleine, der da ganz links schaut uns direkt in die Augen. Dem scheint es gut zu gehen. Uns auch.

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Es kommen immer mehr Geier. Sie landen aufeinander und starten kleine Scharmützel. Es gibt einen regen Austausch zwischen Tieren am Wasser und unter dem Baum. Obwohl es nur zehn Meter sind, wird das kurze Stück meist geflogen. Das Laufen sieht ja auch so ulkig aus. Ist eher ein Watscheln und Schaukeln und scheint nicht so beliebt. Wir könnten noch stundenlang zuschauen. Da gibt es Gemsböcke und einen Schakal und natürlich Springböcke und auch ein großer Tawny Eagle schaut vorbei.

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Wir haben die Zeit längst vergessen als fast unmerklich die ersten Tiere starten und sich die Reihen lichten. Ganz in der Ferne sehen wir eine Windhose.

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Kurz darauf starten weitere Tiere. Erst Sekunden später spüren wir den Wind durch die offenen Autofenster. Jetzt aber schnell. Staub wirbelt auf und wir schaffen es gerade die Fenster zu schließen bevor eine weitere Windhose direkt über unser Auto fegt und die Geier davon trägt. Immer höher und immer höher schrauben sie sich mit dem Aufwind in den blau weißen Himmel. Und wir fliegen mit …

Und wer dem Treiben und Fliegen der Geier zuschauen möchte, kann sich im Video weiter verzaubern lassen.

Kalahari Gemsbok Park

 

Die Kalahari im TV - Oktober 2013
Der Zug der Springböcke mit einem gefährlichen End...

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