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Außergewöhnliches Namibia - Reise in den Khaudum Nationalpark

Außergewöhnliches Namibia - Reise in den Khaudum Nationalpark

Eine unserer - individuell für unsere Gäste zusammengestellte - Touren führte uns vor Kurzem abseits der ausgetretenen Besucherpfadedurch den gesamten Norden von Namibia. Die Tour war auch deshalb außergewöhnlich, weil die Gäste genug Zeit mitgebracht hatten um solch eine Tour in diesen faszinierenden Teil Namibias unternehmen zu können.

Anstatt in drei Wochen durch das gesamte südliche Afrika zu hetzen (gern unterschätzt man die Entfernungen im Land), konzentrierten sich diese Gäste idealerweise auf nur ein Gebiet, dafür aber richtig intensiv.

Rundtour im nördlichen Namibia

Die Tour startete und endete in Windhoek. Nach Ankunft in Windhoek übernachteten wir erst in der schönen Ondekaremba Gästefarm um sich von der langen Anreise zu erholen und einzurichten.

Tags darauf fuhren wir zum Waterberg National Park. Die nächste Destination war die „Dornhügel Gästefarm“, die uns sehr gut gefallen hat. Am folgenden Tag war dann aber wunschgemäß Schluss mit der Zivilisation. Es ging via Tsumkwe gen Norden in den Khaudum National Park, wo wir zuerst im südlichen Camp Sikaretti unsere Zelte für zwei Nächte aufschlugen.

Khaudum Game Reserve

Das Khaudum Game Reserve ist der letzte wilde Nationalpark Namibias und ausschließlich mit Allradfahrzeugen und ausgezeichneter Ausrüstung zu besuchen. Es gibt in diesem Nationalpark keinerlei Infrastruktur. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung genügend Essen, Getränke und vor allem ausreichend Wasser und Treibstoff mitzuführen. Auch das Navigieren innerhalb des Parks ist nicht sehr einfach, und es stellt hohe Anforderungen an den Fahrer in diesen tiefsandigen Tracks nicht stecken zu bleiben. Hilfe kann hier keine erwartet werden, denn es sind nur wenige Besucher unterwegs. Für Notfälle haben wir wie immer ein Satellitentelefon dabei, das aber glücklicherweise nicht benötigt wurde.

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Tierbeobachtung im Khaudum Game Reserve

Es gibt hier in diesem südlichen Teil des Nationalparks ein paar wunderschöne Wasserstellen mit Aussichtsplattformen an denen eigentlich immer etwas los war. Das Songana Wasserloch ist nicht weit vom Sikaretti Camp entfernt, wir konnten dort viele Elefanten beobachten.

Was uns besonders freute waren die Sichtung der Roan (Pferde-Antilopen). Eine eher selten zu Gesicht zu bekommende Antilopenart ist hier beheimatet.
Giraffen, Kudus und Oryx-Antilopen waren ebenso zu beobachten wie Schakale und Tüpfelhyänen. Schön anzusehende Vögel wie die Gabelracke und den Schwalbenschwanz Bienenfresser waren weitere Highlights.

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Nördlicher Teil des Khaudum Nationalparks

Nach diesen zwei wundervollen Tagen im Camp Sikaretti durchquerten wir den Khaudum Nationalpark von Süd nach Nord. Via den Wasserlöcher Soncana, Dussi, Tsau, Leeupan und Doringstraat ging es gen Norden ins Camp Khaudum, wo wir wiederum für zwei Tage unser Camp aufschlugen. Auch im nördlichen Teil konnten wir wiederum Elefanten beobachten. Doch war dieser Parkbereich nicht so ergiebig in Sachen Tierbeobachtungen, weil es heuer ziemlich trocken war. Dieser Umstand machte dem Safari-Abenteuer aber keinen Abbruch, denn wir genossen es einfach hier draußen in der Wildnis sein zu dürfen, weit weg von jeglicher Zivilisation.

Anschließend ging es weiter Richtung Norden bis wir nach 55 km grauenhaft tiefsandigen Allradtrack bei „Katere“ endlich die geteerte Hauptstraße erreichten. Von hier aus fuhren wir dann in mehreren Etappen via Rundu, Grootfontein, Outjo nach Opuwo, dem „Eingangstor zum Kaokoveld. Wir haben ganz bewusst den Etosha Nationalparkausgelassen, denn unsere Gäste hatten keine Lust auf überfüllte Campingplätze, sondern wir wollten unsere Ruhe genießen und somit ging es so schnell wie möglich zurück in die Wildnis.

In Opuwo hatten wir die letzte Möglichkeit zum Einkauf und vor allem die Dieselvorräte aufzufüllen, denn in den folgenden 10 Tagen sollte es weder Tankstelle noch Einkaufsmöglichkeiten geben. WUNDERBAR!

Wir verließen also Opuwo und fuhren hinein ins Kaokoveld, durch einsame aber wunderschöne Landschaft bis nach Orupembe. Dort bogen wir Richtung Norden ab um bis zur Marble Campsite zu fahren. Tags darauf fuhren wir dann via Drum und das Marienflusstal weiter an den Kunene River.

Camp Synchro am Kunene River

Im Camp Synchro blieben wir zwei Nächte bei Ryan und Sarah zu Gast. Die beiden haben mit viel Liebe und Enthusiasmus das Camp, das vor mehreren Jahren abgebrannt war, wieder aufgebaut.
Es liegt wunderschön direkt am Kunene River. Augenscheinlich lädt der Fluß zwar zum Baden ein, aber die dort lebenden Krokodile am Kunene sind nicht nur sehr groß, sondern auch extrem aggressiv! Also dann doch kein Bad im Fluss...

Ryan hat einen schönen kleinen Pizzaofen gebaut. Ich hatte für unsere Gruppe schon im Voraus für den ersten Tag einen Pizza-Abend bestellt. Jeder konnte seine Pizza nach Lust und Laune belegen und dann ab mit den Pizzen in den Ofen zum Backen. HERRLICH!

Schweizer Abend in Namibia

Den zweiten Abend habe ich dann einen Schweizer-Abend organisiert, denn nicht nur meine Gäste sondern auch die Betreiber des Camps, Sarah und Ryan sind Schweizer. Meine Gäste hatten zwei Kilo Raclettekäse aus der Schweiz mit dabei im Gepäck. Ich hatte in Windhoek bereits einige Kalbsbratwürste, kleine Kartoffeln und zwei gute Flaschen Weißwein gekauft. An diesem Abend machten wir ein Feuer und auf dem Grill kamen dann die Würste. Ich war der Käsemeister und bereitete den Raclettekäse, wie auf der Alp üblich zu, indem ich die ganzen Käseteile auf den heißen Grill stellte. Mit einem großen Messer wurde der geschmolzene Käse auf die Teller abgestreift. Dazu ein Glass kühlen Weißwein, was soll ich sagen? Wir waren alle kulinarisch im „siebten Himmel“!

Schweren Herzens verließen wir nach diesen beiden ruhigeren Tagen Camp Synchro. Allein die Gewissheit, dass uns weitere wunderbare und abenteuerliche Tage erwarten würden, tröstete uns.

Wir fuhren das Marienflustal zurück bis „Red Drum“ und bogen dann ab in Richtung „Blue Drum“. Auf dem Wege dorthin hatten wir noch das Glück eine ansehnlich große Gruppe der seltenen Hartmann’s Zebras beobachten zu dürfen. Danach fuhren wir auf anderer Strecke zurück bis nach Orupembe, hier nutzten wir jedoch nicht die schlechte Hauptschotterstrasse zu unserem Ziel nach Purros.

Stattdessen ging es über einen 4x4 Track erst im Khumib River entlang, wo wir viele verschiedene Tiere, wie Giraffen und Antilopen sehen konnten. Über einen Bergrücken, mit einer fantastischen Aussicht hinunter ins Hoarusib Flusstal, ging es weiter, immer auf der Suche der legendären Wüsten-Elefanten. Tagesziel war Camp Purros um dort die folgenden zwei Tage bleiben.

Von hier aus fuhren wir dann mit Übernachtung über die Ganias Plains gen Süden zum Hoanib River und weiter bis zur Palmwag Lodge. Ein wirklich wunderschönes Fleckchen Erde, mit einer fantastischen Landschaft. Weiter auf dieser Rundtour durchs Damaraland, wo wir unter anderem auch den versteinerten Wald besichtigten. Abschließend fuhren wir dann wieder nach Windhoek, wo diese außergewöhnlich erlebnisreiche Tour endete.

BOTSWANA von seiner allerbesten Seite
Tiere in der Kalahari Wüste-Teil 2

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